Anna loves Strauss

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Die Wiener Philharmoniker und Johann Strauß

Es dauerte sehr lange, bis die Werke von Johann Strauß einen Platz in den philharmonischen Konzerten erhielten.

6. 4. 1902: Außerordentliches Nicolai-Konzert: Joseph Hellmesberger jun. dirigiert die Walzer „Frühlingsstimmen“, „Wein, Weib und Gesang“ und die Ballettmusik aus „Ritter Pázmán“.

26. 6. 1921: Feierliche Enthüllung des Strauß-Denkmals im Wiener Stadtpark. Arthur Nikisch dirigiert die Walzer „Künstlerleben“, „Wein Weib und Gesang“ sowie „An der schönen blauen Donau“.

Ab diesem Zeitpunkt spielen die Philharmoniker wiederholt Werke von Johann Strauß, besonders bei Auslandsreisen wird des Öfteren als Zugabe der Donauwalzer angestimmt.

1925: Feiern zum 100. Geburtstag (25. 10. 1925) von Johann Strauß. Erstmals spielen die Philharmoniker ein Walzerkonzert unter Felix von Weingartner.
Am 17./18. 10. 1925 dirigiert F. v. Weingartner den „Donauwalzer“.

1926 Salzburger Festspiele: Bruno Walter dirigiert 5 Aufführungen der „Fledermaus“.

Am 11. 8. 1929 dirigiert Clemens Kraus in Salzburg erstmalig ein Konzert ausschließlich mit Werken von Johann Strauß. Aufgrund des großen Erfolgs leitete er bis 1933 alljährlich eine derarUge Veranstaltung.

Mit dem Philharmonischen Konzert am 31. Dezember 1939 im Großen Musikvereins-Saal, das zur Gänze den Werken der Strauß-DynasUe gewidmet war, bekannte sich Clemens Kraus unmissverständlich zu Österreich, das damals bereits „heim ins Reich“ geholt worden war. Dieses Silvesterkonzert war der Beginn der berühmten Neujahrskonzerte der Wiener Philharmoniker.

Das erste tatsächliche Neujahrskonzert dirigierte Clemens Kraus am 1. Jänner 1941. Mit der Etablierung der Musik von Johann Strauß im philharmonischen Repertoire hat sich Clemens Kraus großes Verdienst geschaffen.

Von 1955 bis 1979 dirigierte Willy Boskovsky das Neujahrskonzert. Wenn er zur Geige griff und die Welt um ihn herum vergaß, wiedererstand nochmals Alt-Österreich.

Rundfunk und Fernsehen verhalfen den Wiener Philharmonikern und Johann Strauß sagenhafte Einschaltquoten, die den Ruf Wiens als Stadt der Musik bestäUgten.

Äußeres Zeichen der Verbundenheit der Wiener Philharmoniker mit Johann Strauß ist 1992 die Ausgabe einer Sondergedenkmünze zum 150 Jahre Wiener Philharmoniker Jubiläum, welche den Musikverein und J. Strauß zeigt.

Auch der Johann Strauß-Stern vom Walk of Fame, der sich vor dem Büro der Wiener Philharmoniker auf der Ringstraße befindet, verbindet die Wiener Philharmoniker mit Johann Strauß.